Studium

Tagebuch vs. Weblog

oder warum frau einfach schreiben MUSS

Jedes junge Mädel fängt wohl irgendwann an, ein Tagebuch mehr oder weniger regelmäßig zu führen. Darin werden dann ganz banale Alltäglichkeiten genauso festgehalten, wie schweres Gedankengut und / oder die detailliertesten Beschreibungen DES Tages an dem der Typ sie gesehen hat, das Pferd endlich den Sprung genommen hat, oder was sonst immer gerade DAS wichtige Ereignis ist..

Irgendwann ändert sich das, und aus dem Alltagsgeplänkel werden schwerwiegende Gedanken die „die Welt verändern könnten, wenn man sie nur mitteilte“ … Und genau das ist dann der Zeitpunkt

– an dem die beste Freundin unbedingt mit diskutieren können sollte

– an dem ein breiteres Publikum gesucht wird

an dem Das Weblog seinen Dienst besser erfüllt

– das Tagebuch an sich nur noch verstaubt in der Ecke liegt…

Und dann ist es ganz klar.. Ein PC und die Internetverbindung müssen her, es muss unbedingt jetzt und gleich das Weblog eingerichtet werden, damit frau ENDLICH ihre ach so wichtigen Gedanken an die Welt weiterreichen kann..

Und dann ist er da, der Moment an dem frau Online geht.. und sich mit all jenen kurzschließt, die im Grunde genau so denken, nämlich dass all die wichtigen Dinge, mit denen frau sich beschäftigt ganz unbedingt auch Wortreich ausschweifend und witzig, humorvoll, klug und was mann sonst noch alles von frau erwartet oder besser erwarten könnte..

Denn das ist es doch im Allgemeinen, was frau von mann unterscheidet, sich ständig über alles mögliche Gedanken zu machen, und dabei nie zu vergessen sich auch darüber auszulassen ( natürlich fast immer nur im eigenen Kopf) wie auf dieses oder jenes reagiert werden KÖNNTE. Und dass ist nun einmal beim männlichen Gegenüber weitaus schwerer einzuschätzen, als beim weiblichen- Zumal frau sich ja mit Freundin eh stets in epischer Breite über dieses und jenes auslässt und daher ja bereits in etwa abzuschätzen weiß, was Freundin zu sagen hat, wenn frau sie dann fragt.

Nun könnte mann meinen, wenn frau doch eh zwei bis dreimal die Woche mit Freundin spricht ( entweder stundenlang am Telefon hängend oder aber bei gemeinsamen Tee und Handarbeitsnachmittagen wie Mutti, oder eben einfach inner City beim und im Cafè), dass selbst frau dann nicht auch noch schreiben müsse.. Aber weit gefehlt, was passiert nach dem Ende eines solchen Gesprächs? Es ergeben sind immer neue Fragen, Ideen, Sorgen, weiterführende Gedanken eben.. Es finden dann also weitere imaginäre Gespräche mit sich selbst/Günther dem Schweinehund/dem Geist/zweiten Gesicht oder wie immer frau das Kind bezeichnet.. Und dann kommt frau das Bloggen doch gerade recht..

Und so gestaltet sich abschließend der klare Sieg für´s bloggen und die Entscheidung gegen das gute alte Tagebuch ist schnell gefallen.. Und es spricht ja nichts dagegen, die Dinge, die frau dann doch nicht veröffentlichen will, doch noch dem Tagebuch ( gut verschlossen und versteckt) anzuvertrauen..

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